21.2.14

[ #bildende-kunst ] Egon Schiele. Bregenz.

Die Zeit im Gefängnis hatte bei dem jungen Schiele natürlich ihre Spuren hinterlassen, Schiele fühlt sich zunächst unfähig, zu arbeiten. 

Er teilt sich ein Atelier mit seinem Freund und Mitglied der "Neukunstgruppe", Erwin Osen. Bis zum Jahresende unternimmt er mehrere Reisen; zunächst nach Kärnten und Triest, in der zweiten Jahreshälfte zieht es ihn nach München, Bregenz und Zürich.

Im Sommer 1912 fuhr Schiele mit der Bahn nach Bregenz und wohnte in einem Gasthaus am See (Reichstr. 13, heute abgerissen). Selbstredend nützte Schiele die Zeit am Bodensee auch zum Zeichnen und Malen. Im November bezieht er wieder ein eigenes Atelier in der Hietzinger Hauptstraße in Wien.


Neben den Modellen die weiterhin zahlreich sein Atelier besuchen, entstehen in Schieles Räumen in den nächsten Jahren zahlreiche Portraits von Freunden und Förderern. In der von Franz Pfemfert herausgegebenen Berliner Zeitschrift "Die Aktion - Wochenzeitschrift für Politik, Literatur und Kunst" werden seit 1913 sowohl Zeichnungen als auch Prosagedichte Schieles aufgenommen.

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