22.12.13

Das Christkindl: Der letzte Mann.

"Der letzte Mann" von Friedrich Wilhelm Murnau könnte in das heutige Weihnachtsfilm-Genre passen und ist doch eine Militärsatire. Die Premiere in Berlin ist am 23. Dezember 1924. Die UFA will hoch hinaus und präsentiert Karl Freunds "entfesselte Kamera" schon am 5. 12. 1924 in New York.

"Der letzte Mann" (1924), mit Emil Jannings in der Hauptrolle. "Erfindet bitte etwas Neues, auch wenn es verrückt sein sollte", hatte Produzent Pommer gebeten. Der Film erregt vor allem durch Karl Freunds "entfesselte Kamera" Aufsehen. In diesem Film erreicht der deutsche Stummfilm seinen handwerklichen Höhepunkt. Mit enormem technischem Erfindungsgeist inszeniert Friedrich Wilhelm Murnau die antimilitaristische Parabel Carl Mayers über ein Wertesystem, das sich einzig an der Uniform orientiert. Die Ufa versucht mit dem aufwendig produzierten Film in den schwierigen amerikanischen Markt einzudringen. Daher gesteht Produzent Erich Pommer dem Projekt ein enormes Budget von einer Million Mark (von denen jedoch Emil Jannings mehr als die Hälfe erhält) zu.


The Last Laugh. Noch vor der Berliner Premiere am 23. Dezember 1924 wird der Film am 5. Dezember 1924 in New York vorab einflussreichen Vertretern der Filmindustrie und der Presse gezeigt. Im Januar 1925 läuft er in Amerika offiziell unter dem Titel "The Last Laugh" vor der Berliner Premiere am 23. Dezember 1924 wird der Film am 5. Dezember 1924 in New York vorab einflussreichen Vertretern der Filmindustrie und der Presse gezeigt. Es wurde sogar mit drei Negativen gearbeitet, um speziell für den zunehmend lukrativen US-Markt allein ein hochwertiges Negativ zur Verfügung zu haben. Der Film wurde in den USA auch mit Begeisterung aufgenommen.


Carl Mayer. Doch dieser Meilenstein des deutschen Stummfilms ist so nicht denkbar ohne den aus Graz stammenden Drehbuchautor Carl Mayer. Mit seinem höchst eigenwilligen Stil, seinem Interesse an der Welt der kleinen Leute und der Suche nach einer universellen Bildsprache etabliert er sich als einer der bedeutendsten und innovativsten Autoren der Stummfilmzeit. Schon mit seinem ersten Drehbuch, der Vorlage zu dem expressionistischen Klassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari", gelingt ihm 1919 ein phänomenaler Durchbruch und internationaler Erfolg.

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