1.11.15

[ #sport ] Der Vorarlberger Schipionier gegen den braunen Rausch

In der Geschichte des Vorarlberger Schipioniers Hannes Schneider, der in dem Dorf Stuben am Arlberg geboren ist, verdichtet sich die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts auf eine eigenartige Weise. 

Verhaftung. Wenig bekannt ist, dass sich Hannes Schneider mit den Nationalsozialisten angelegt hatte. In den Morgenstunden des 13. März wird Hannes Schneider verhaftet und in das Gefängnis von Landeck verbracht. Dort waren neben vielen Geschäftstreibenden und Funktionären der Vaterländischen Front und anderen politischen Funktionären auch der damalige Landecker Bezirkshauptmann  inhaftiert.  Gegen Schneiders Verhaftung wehrte man sich nicht nur in St. Anton, auch aus dem Ausland wurde interveniert, nicht zuletzt von Arnold Lunn, dem britischen Skiverbandspionier, der 1927 mit Schneider das Arlberg-Kandahar-Rennen ins Leben gerufen hatte. Am 6. April wird Schneider endlich freigelassen, darf aber nicht nach St. Anton zurückkehren. Zu groß war der Widerstand und der Neid der Nazis gegen den erfolgreichen Hannes Schneider. Andere Hoteliere hofften wiederum auf die deutschen Gäste.

Zum Vorwurf wurde Schneider aber nicht nur sein geschäftlicher Erfolg gemacht, sondern seine "Judenfreundichkeit".  Er unterband in seiner Schischule von Anfang an antisemitische Umtriebe. Seine Freundschaft mit dem Juden Ing. Rudolf Gomperz, der 1904 nach St. Anton am Arlberg gekommen war, und zusammen mit ihm Unglaubliches für den Tourismus und den Schisport geleistet hatte.


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