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8.3.23

[ #tierwelt ] Die Mauereidechse in Vorarlberg


Größere Populationen an Mauereidechsen sind in Frastanz, Feldkirch und Rankweil und auch schon am Rheindamm in Hard beobachtet worden. 

Es kann angenommen werden, dass die Bestände - zumindest um Feldkirch zusammenwachsen, wiewohl sie aus verschiedenen Ursprungsorten stammen. Im Internet findet sich eine schöne und fundierte Darstellung mit reichlichem Bildmaterial über das (allochthone = gebietsfremde) Vorkommen von Mauereidechsen in Vorarlberg (WOLFRAM SCHURIG & JÜRGEN GEBHART Juni 2009).

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16.1.23

[ #vorarlbergensia ] Rudolf von Ems

 


Rarität: Die zehn Gebote aus der Weltchronik des Rudolf von Ems als mp3 zum Anhören. 


Rudolf von Ems ist vor allem der erste namentlich genannte  Dichter Vorarlbergs, der erste Ich-Erzähler und der erste, der statt eines Adeligen einen Bürger zum Helden machte. Er gilt als einer der gelehrtesten Autoren mittelhochdeutscher Sprache. Zwischen 1220 und 1254 dichtete er und war einer der fruchtbarsten Dichter seiner Zeit. Urkundlich jedoch lässt er sich leider nicht nachweisen.


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26.10.22

[ #fauna ] Amphibien- und Reptilienschau


Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs.

Sechs Reptilien sind in Vorarlberg heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu elf Amphibien: Grasfrosch, Teichfrosch und Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander. Eine tolle Website informiert.

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30.3.20

[ #biologie ] Migranten im Bodensee


Eine verstärkte Einschleppung und beschleunigte Ausbreitung aquatischer Neozoen (wasserlebender, nicht heimischer Tierarten) wird durch erhöhte Mobilität, die Öffnung von Schifffahrtswegen über zoogeografische Grenzen hinaus und durch den zunehmenden interkontinentalen Warenverkehr begünstigt.

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8.7.14

Leopold Bloom: Dublin - Feldkirch - Triest retour.


Es ist der 16. Juni 1904 von 8 Uhr früh bis drei Uhr morgens im Leben des Leopold Bloom, den James Joyce in "Ulysses" ein buchlang auf 1.100 Seiten beschreibt. "Ulysses" gilt als der bedeutendste Roman des 20. Jahrhunderts. Diesen Tag nennt man heute "Bloomsday" und er ist ein traditionsreicher Tag für Joyce-Fans in aller Welt.



Dort drüben auf den Schienen wurde 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden. Der 16. Juni ist für Millionen von Menschen ein besonderer Tag. An jenem Tag im Jahre 1904 haben Stephen Dedalus und Leopold Bloom in James Joyces Ulysses, dem bedeutendsten modernen Roman der Welt, ihre abenteuerlichen Reisen durch Dublin unternommen. Diesen Tag nennt man heute "Bloomsday", und er ist ein traditionsreicher Tag für Joyce-Fans in aller Welt. Von Tokio bis Sydney, San Francisco bis Buffalo, Triest bis Paris feiern Dutzende Städte rund um den Erdball ihre eigenen Bloomsday-Feste.


Feldkirch. Während des Ersten Weltkrieges wurde Joyce 1915 auf der Fahrt von Triest nach Zürich am Bahnhof Feldkirch einer Kontrolle unterzogen. Unter den besonderen Umständen des Krieges bestand die Gefahr, dass er, ähnlich seinem Bruder Stanislaus, verhaftet würde. Wäre das der Fall gewesen, so hätte Joyce seinen "Ulysses" wohl nicht so geschrieben. Während des späteren Aufenthaltes 1932 in Feldkirch sagte Joyce selbst, dass sein "Ulysses" untrennbar mit Feldkirch verknüpft sei: "Dort drüben auf den Schienen wurde 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden" ("Over there, on those tracks the fate of 'Ulysses' was decided in 1915").


In den Zürcher Jahren zwischen 1915 und 1922 entstand ein großer Teil des Romans. Der Wiener Germanist Andreas Weigel hat sich mit den Österreich- Aufenthalten (also auch jenen in Feldkirch) von James Joyce auseinandergesetzt. Seiner Anregung und standhaften Intervention ist es zu danken, dass am 16. Juni 2004 in Feldkirch die Löwen-Passage in James-Joyce-Passage umgetauft wurde. Im ehemaligen Hotel Löwen hatte Joyce einen Monat an Finnegans Wake gearbeitet.

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9.6.14

[ #film ] Vorarlberger Zensurgeschichte.

In Österreich gab es nach dem Ersten Weltkrieg im Vergleich zu Deutschland weit weniger Aufsehen um den Film "Panzerkreuzer Potemkin" von  Sergej Michailovich Eisenstein. 

In Wien wurde der Film zwar mit einem Jugendverbot belegt, er konnte aber sonst ohne weitere Einschränkung vorgeführt werden. Anders im Bundesland Vorarlberg, das unter derselben Verfassung lebte. Die Vorführung des Films wurde vom Landeshauptmann wegen "subversiver Tendenzen" untersagt.


Otto Ender wird der Nachwelt gerne als ein Föderalist und Demokrat verkauft. Aber allein die Schaffung der austrofaschistischen 1934er Verfassung durch Ender, welche die Beseitigung der Demokratie in Österreich und die austrofaschistische Terrorherrschaft legitimieren sollte, belegt das Gegenteil. Dafür wurde er übrigens von Dollfuß mit dem in jeder Diktatur arbeitslosen Posten des Rechnungshofpräsidenten entlohnt.



Die junge österreichische Erste Republik kannte 1926 keine Zensur mehr. In Österreich galt seit dem 30. Oktober 1918 jegliche Zensur als aufgehoben. Dieser Beschluss wurde 1920 ausdrücklich in die Bundesverfassung übernommen. Trotzdem setzte sich der Vorarlberger Landeshauptmann und Heimwehrführer Otto Ender über die demokratischste Verfassung, die Österreich bis dahin hatte, einfach hinweg und untersagte die Vorführung des Films. Er scherte sich schon damals - ein ausgebildeter Jurist - einen Dreck um Recht und die Verfassung.


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28.4.14

[ #geschichte ] Vorarlberger im Bild.

Berühmt ist Lucas Cranachs (d.J.) Dessauer Abendmahlsbild (Das Abendmahl 1565), das auch einen "Vorarlberger" zeigt (siehe Abbildung).

Dieses Abendmahlsbild von Cranach versammelt nämliche alle wichtigen mit der Reformation verbundenen Leute in Deutschland: den Stifter Joachim von Anhalt, den Maler Lukas Cranach, Herzog Georg von Anhalt, Martin Luther, Bugenhagen, Justus Jonas, Caspar Cruciger, Melanchthon, Johann Forster, Johann Pfeffinger, Georg Major und den aus Schlins/Feldkirch stammenden Bartholomäus Bernhardi.  Der rechts stehende Mundschenk wird als Selbstbildnis Lucas Cranachs d. J. gedeutet.



Hochzeit. Der Ankündigung Luthers, sich in "Schutzhaft" zu begeben, folgte seine "Entführung" auf die Wartburg und hinderte ihn auch an der ersten Verehelichung eines Priesters, des Vorarlbergers Bartholomäus Bernhardi teilzunehmen. Deftig gratulierte ihm Luther aus der Wartburg: "dass er den neuen Ehemann bewundere, der in dieser stürmischen Zeit nichts fürchte und dazu so sich beeilt habe. Gott wolle ihn leiten und geben, dass er in dem sauren Salat, den er sich damit angerichtet habe, doch auch einige Süßigkeiten verspüren möge."

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4.2.14

[ #religiöse-musik ] Salomon Sulzer - der wohl weltberühmteste Vorarlberger

Die Legende berichtet, dass Salomon Sulzer mit elf Jahren in Hohenems beinahe ertrunken wäre. Die Familie gelobte darauf, ihn zum Kantor ausbilden zu lassen. Tatsächlich bewarb sich Sulzer bereits mit dreizehn Jahren und schaffte über seinen Tod am 17. Januar 1890 hinaus der wohl berühmteste Vorarlberger  zu werden.



Aber wissen wir über diesen bedeutenden Vorarlberger wirklich Bescheid?

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