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12.8.23

[ #interkultur ] Japans Religion


[eText/eLexika] Ein Web-Handbuch mit tollem Glossar zu den beiden Hauptreligionen Japans, Buddhismus und Shinto steht als "echter Lückenschluss" im Web. 

Es behandelt beide Religionen Japans in traditioneller als auch moderner Erscheinung ebenso wie die Überschneidungen, Verflechtungen und Trennlinien.

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3.4.23

[ #religion ], Lexikon unserer Religionen


Einen Überblick über die wesentlichen Züge der fünf großen Weltreligionen. Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum fasst das kleine Lexikon der Religionen der ORF-Religionsredaktion zusammen.
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31.1.23

[ #religion ] Den Berg Sinai renoviert?

Codex Sinaiticus

Ein Berg, nicht nur für Bergsteiger interessant.

Die Geschichte von den zwei Tafeln oder den Zehn Geboten welche Moses auf dem Berg Sinai empfangen haben soll, bleibt selbst in religionsferneren Zeiten bekannt. Was jedoch ist das Buch vom Sinai? Der Codex Sinaiticus trägt seinen Namen nach dem Katharinenkloster auf dem Sinai, wo er viele Jahrhunderte lang aufbewahrt wurde. Der Name meint wörtlich "Das Buch vom Sinai".

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18.6.20

[ #religion ] Die Sekten als Illusionsverkäufer

Symbolbild
"Illusionsverkäufer" haben Konjunktur. Eine Checkliste soll Orientierung verschaffen.

Je weniger die Religionsgemeinschaften Mitglieder binden können umsomehr wird nach Ersatzreligionen gesucht. Esoterik ist täglich erlebbar: Von Parteiprogrammen bis zum Marketing. Kritisch wird es dort, wo die abstrusen Praktiken und Kulte zu einer psychischen und existentiellen Bedrohung werden.
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25.1.17

[ #religion ] Chinesischer Buchdruck: Diamond Sutra

[Retrodigitalisat] Auf der Website der British Library (Turning the Pages) ist eine Hi-Tech-Version des ältesten erhaltenen gedruckten Buches online, das buddhistische Diamant Sutra
(Diamond Sutra). 


Die erste Druckversion des Sutra stammt aus China, wurde als Holztafeldruck hergestellt und ist vom 11. Mai 868 datiert.
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3.1.16

[ #krieg ] Die Mythen des 3.Jänner 1647: Zwischen Occupy und Klushund

Ein Stumme (!) als Opernheldin. Eine Occupybewegung. Ein Robin Hood. Ein neuer Staat. Ein Verräter und ein schwarzer Hund.

Ein Steueredikt des Spanischen Vizekönigs von Neapel vom 3.Januar 1647 führt für Masaniello zu einer zehntägigen Karriere als Anführer einer Occupybewegung. Er wird zwar gemeuchelt aber die Vertonung seines Aufstandes in der Oper "La Muette de Portici" durch Daniel-François-Esprit Auber führt 1830 zu einem neuen Staat: Belgien.

Just an jenem für Neapel so bedeutsamen Tag, dem 3. Januar 1647 ließ der schwedische Oberbefehlshaber General Gustav Wrangel zum Angriff auf Bregenz blasen und Vorarlberg plündern. Der Wert der Beute sei enorm gewesen. Die Sage vom Goldenen Kegelspiel in Hohenems (Klushund) deutet ja eben auch darauf hin.

Die Besatzung und der Raubzug waren nur von kurzer Dauer. Weniger wegen der Wehrhaftigkeit der Vorarlberger, sondern der allgemeinen Kriegscmüdigkeit. Schon am 18. Februar 1647 wurde in Osnabrück der kaiserlich-schwedische Vorvertrag zum Westfälischen Frieden unterzeichnet. Bevor sich die Schweden allerdings wieder aus Vorarlberg zurückzogen, sprengten sie das Schloss Hohenbregenz.


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25.7.15

[ #religion ] Politisches Martyrium: Stellvertretend in den Tod

Der Chemiker Kurt Gerstein, ein bekennender Christ, arbeitet als Ingenieur in einem Hygiene-Institut. 

Während des Krieges tritt er in die Waffen-SS ein und erhält die Aufgabe, die Konzentrationslager mit Zyklon-B zu versorgen, das in immer größeren Mengen aus den Ostgebieten des Dritten Reiches angefordert wird. Als Gerstein Zeuge einer Vergasung wird und erkennt, wofür das Gift gebraucht wird, versucht er, heimlich Kontakt zu ausländischen Botschaftern und zur Kirche aufzunehmen.


Sein Ziel ist es, durch die Bekanntmachung der Vergasungen öffentlichen Druck auf die Nazis auszuüben und so weitere Massenmorde zu verhindern. Doch er klopft überall an verschlossene Türen und findet nur beim Sekretär des katholischen Nuntius, dem jungen Jesuitenpriester Riccardo Fontana, Gehör. Fontana aber wird ebenfalls von allen Würdenträgern abgewimmelt. In ihren erschrockenen bis abwiegelnden Reaktionen auf den Massenmord gebraucht die päpstliche Bürokratie immer spitzfindigere Argumente. Schließlich reist Fontana nach Rom, lässt trotz der Warnungen seines Vaters, der um die Karriere des Sohnes fürchtet, seine Beziehungen spielen und erreicht tatsächlich eine Audienz bei Papst Pius XII.


Doch Gerstein und Fontana warten vergeblich darauf, dass der heilige Vater in einer Radioansprache den Massenmord verurteilt. Und während der Papst schweigt und immer mehr Viehwaggons voller Menschen in Richtung Osten fahren, zieht Fontana die einzige ihm mögliche moralische Konsequenz: Er begleitet die Opfer bis in den Tod.

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28.9.14

[ #jazz ] Religionenumspannende Kirchenmusik: "A Love Supreme"

Coltrane-Church - San Francisco
"A Love Supreme", John Coltranes Jahrhundertwerk, der Maßstab für die utopische Kraft von Musik, ein Werk von 33 Minuten Dauer, wurde am 9. Juli 1964 zwischen 20 Uhr und Mitternacht aufgenommen. Als Dank und Reverenz an die göttliche Macht. Der Aufnahmeleiter soll Kerzen aufgestellt haben.

Schon seit den fünfziger Jahren wandten sich auch immer mehr schwarze Musiker vom Christentum ab, das sie als "weiße" Religion empfanden. Im Islam fanden sie eine Religion, die ihnen verwandter erschien. Viele Musiker nahmen islamische Namen an: zum Beispiel Shafi Hadi, Rahsaan Roland Kirk, und Art Blakey nannte sich nun Abdullah Ibn Buhaina.

Später, im Lauf der sechziger Jahre, bekannten sich viele Musiker auch zu buddhistischer und hinduistischer Religion. Allgemein war eine Tendenz zu Synthesen verschiedener Religionen zu verzeichnen. Diese "Neue Religiosität" war für die Musik insofern relevant, als sich die Musiker diesen Kulturen auch auf musikalischem Weg näherten. Schon der Hardbop besann sich stark auf die afrikanischen Ursprünge des Jazz zurück und holte sich erstmals seine Anregungen direkt aus Afrika. Viele Platten dieser Zeit beziehen sich auf die Musik Afrikas (z. B. Coltranes Platten "Dial Africa" und "Afro Blue Impressions" oder Art Blakeys Platte "The african beat", auf der etwa ein halbes Dutzend Schlagzeuger zusammenspielen). Der Freejazz in seinem ungestümen Experimentierwillen entdeckte zunächst die Musik Indiens, bald aber die unterschiedlichsten Musikkulturen auf der ganzen Erde. Exotische Instrumente bereicherten die Klangpalette, der indische Sitar beispielsweise wurde für Jahre ein Modeinstrument.

Es scheint, dass christliche Religiosität eine verhältnismäßig geringe Rolle spielte. Gar zu viele dieser jungen Musiker waren auch in jener Perversion christlicher Lehre aufgewachsen, deren Reizworte Sünde, Tod, Leiden lauten. Das "Love Supreme" - das jazzmusikalische Hauptwerk der ganzen Bewegung - ist zwar auch von der kosmischen Alles-ist-Eins-Religiosität des Buddhismus und Hinduismus inspiriert, aber der persönliche Gott des Christentums scheint an zahlreichen Stellen des Textes unmissverständlich durch.


Auszugsweise heißt es in diesem "gift to god":

"Ich will alles tun, was ich kann,
um Deiner, Oh Herr, wert zu sein.
Alles, was ist, hat mit Dir zu tun,
Danke Dir, Gott.
Gott ist. Er war seit je.
Er wird immer sein.
Worte, Klänge, Sprache, Menschen, Erinnerung,
Gedanken, Angst, Zeit:
Es ist alles miteinander verwandt ...
Es ist alles durch Einen gemacht,
Alles in Einem gemacht, -
Gesegnet sei Dein Name.
Gedankenwellen - Herzwellen - alle Schwingungen -
alle Wege führen zu Gott. Danke Dir, Gott.
Die Tatsache schon, dass wir existieren,
ist Beweis Deiner Gegenwart, oh Herr.
Gott atmet durch uns so vollständig -
Und doch so zart, dass wir es kaum fühlen.
Er ist alles, was wir sind.
Danke Dir, Gott ...
Mögen wir niemals vergessen,
Auch im Sonnenschein unseres Lebens,
im Sturm und im Regen:
Überall ist Gott.
Er ist auf allen Wegen und immer da.
Alles Lob sei Dir, oh Gott.
Danke Dir, Gott, Amen."

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17.6.14

[ #musik ] Schubertiade in der Synagoge

Im Juli 1828, in der Zeit, als Franz Schubert an seiner Messe in Es-Dur arbeitete, vertonte er die ersten neun Verse des 92. Psalm in hebräischer Sprache für Bariton-Solo und gemischten Chor. 

Auftraggeber war der aus Hohenems stammende Oberkantor Salomon Sulzer (1804–1890) von der Wiener jüdischen Gemeinde. Sulzer, der für seine Baritonstimme berühmt war, sang auch bei der ersten Aufführung im Sommer 1828 die Solopartie. Sulzer war ein Reformator der Synagogenmusik.

In der Folge der durch Aufklärung und Französischer Revolution eingeleiteten bürgerlichen Gleichberechtigung der Juden (sog. Judenemanzipation) gab es auch von jüdischer Seite das Bestreben, aus der jahrhundertelang erzwungenen Ghettosituation auszubrechen, sich dem gesellschaftlichen Umfeld anzugleichen und das Jüdisch-Sein im Sinne einer Konfession ähnlich einer christlichen aufzufassen.


Ein Bestandteil dieser Bestrebungen war, die Musik in der Synagoge – in dem es traditionell nur den Sologesang des Kantors gab – der christlichen Kirchenmusik durch Verwendung der Orgel und des mehrstimmigen Chorgesangs anzupassen. Diesem Ziel wollte Sulzer mit der Neufassung der kultischen Musik in seinen Sammelbänden Schir Zion I und II dienen. Damit schuf er für die Judenheit eine Sammlung gottesdienstlicher Musik, vergleichbar den Kantatenjahrgängen von Johann Sebastian Bach.

Für den ersten Band hatte er eine Reihe christlicher Komponisten zur Mitarbeit eingeladen, u.a. auch Franz Schubert. Dieser war entsprechend seiner undogmatischen Religiosität – wie sie sich u.a. in seinen Briefen und Notizbüchern darstellt – offensichtlich auch frei von antijudaistischen Vorurteilen, wie sie zu seiner Zeit durchaus gang und gäbe waren.

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3.6.14

[ #literatur ] Buchreligion. Die Schrift als göttliches Werk.


Der Begriff Buchreligion bezeichnet Religionen, die eine Heilige Schrift besitzen und diese in schriftlicher Form festgehalten haben. Der Begriff ist in wesentlichen Teilen vom Islam  (arbisch: ‏أهل الكتاب‎ ahl al-kitab) und dessen Religionsverständnis geprägt.  Im traditionellen islamischem Recht waren die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaften Schutzbefohlene der Muslime, sogenannte Dhimmis.

Gotthold Ephraim Lessing. Gotthold Ephraim Lessing interessierte sich zeitlebens auch für den Islam, von dem damals noch wenig bekannt ist. Er übersetzte die Werke, die über die arabische Welt informierten: "Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen" (1753; franz. 1750) und Voltaires Aufsätze über Mohammed und die Geschichte der Kreuzzüge; den letzteren hatte er eigens aus dem "Mercure de France" herausgesucht.


Primär ist Lessing der Tradition der Toleranzforderung in den drei Buchreligionen Judentum, Islam und Christentum nachgegangenen, mit geradezu terminologischer Exaktheit spiegeln sich seine Funde und Ergebnisse in seinem dramatischen Gedicht "Nathan der Weise".

Im Drama "Nathan der Weise" spricht Lessing ein in der Aufklärung zentrales Thema an, nämlich den Gedanken der Toleranz und Wahrhaftigkeit der Religionen. Geradezu vorbildlich aufklärerisch ist diese Antwort des Pastorensohns auf die Streitfrage, welche der drei Religionen - Judentum, Christentum, Islam - Gott wohlgefälliger sei: alle - oder keine.

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29.5.14

[ #geschichte ] Karol Wojtyła und die Kunst

Karol Wojtyła beschäftigte sich schon im Gymnasium mit Literatur und Theater. Er hatte in einem Schultheater mitgewirkt, das vor allem Schullektüre aufführte: "Kordian" von Słowacki, "Antigone" von Sophokles und "Śluby panieńskie" (Mädchenschwüre) von Fredro.

 Im ersten Studienjahr trat er einer literarischen Gruppe bei, die an der Universität tätig war. Am 15. Oktober 1938 debütierte er dort an einem literarischen Abend. Er nahm auch am Theaterunterricht teil und gehörte zur Gruppe "Studio 39", die während der Krakauer Tage Juni 1939 die sehr beliebte Fabelkomödie "Kawaler Księżycowy" (Mondkavalier) von Niżyński zeigte. Das Stück beruht auf der Krakauer Legende vom Zauberer Twardowski. Nach dem Ausbruch des Krieges begann die Gestapo im November 1939 mit der Verhaftung polnischer Professoren, weshalb Karol Wojtyła seine Studien abbrechen musste. In dieser Zeit schrieb er das auf dem Alten Testament basierende Gedicht "Hiob". Von Oktober 1940 bis August 1944 arbeitete er im Steinbruch von Zakrzówek und in der Sodafabrik "Solvay", was ihn vor der Deportation ein Arbeitslager nach Deutschland rettete.


Er betätigte sich weiterhin mit Schriftstellerei und Theaterspiel. Mit seinem Freund Juliusz Kydryński organisierte er heimlich Konzerte, Vorträge und Sprachkurse in Privatwohnungen. Beide führten im Untergrund Theaterstücke auf. Auf diese Weise entstand das "Rhapsody-Theater" von Mieczysław Kotlarczyk. Bis zum Ende der Besatzungszeit zeigte das Theater zehn Stücke, u. a. "Król Ducha" (Des Geistes König) von Słowacki, "Hymny" (Hymnen) von Kasprowicz und "Pan Tadeusz" (Herr Thaddäus) von Mickiewicz. Zu seinen schöngeistigen Werken zählen: "Przed sklepem jubilera" (Vor dem Laden des Goldschmieds, aufgeführt 1981), "Brat naszego Boga" (Bruder unseres Gottes, aufgeführt 1980) sowie "Poezje i dramaty" (Dichtungen und Dramen, 1980).

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4.2.14

[ #religiöse-musik ] Salomon Sulzer - der wohl weltberühmteste Vorarlberger

Die Legende berichtet, dass Salomon Sulzer mit elf Jahren in Hohenems beinahe ertrunken wäre. Die Familie gelobte darauf, ihn zum Kantor ausbilden zu lassen. Tatsächlich bewarb sich Sulzer bereits mit dreizehn Jahren und schaffte über seinen Tod am 17. Januar 1890 hinaus der wohl berühmteste Vorarlberger  zu werden.



Aber wissen wir über diesen bedeutenden Vorarlberger wirklich Bescheid?

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