13.6.15

[ #musik ] Carry Me back to Old Virginny

Alma Gluck glückte es erstmals: Ihre Schallplatte  "Carry Me back to Old Virginny" - 1915 verlegt bei VICTOR - verkaufte sich über eine Million mal. Sie machte mit Enrico Caruso Plattenaufnahmen, war Mitbegründerin der amerikanischen (weißen) Frauenrechtsbewegung und so um 1910 der "most famous" weibliche Gesangsstar.

Alma Gluck. Sie (* 11. Mai 1884 in Iaşi, Rumänien; † 27. Oktober 1938 in New York;  Reba Feinsohn)  war russisch-jüdischer Abstammung. Im Alter von sechs Jahren kam sie in die USA. Sie wuchs in New York in der  Lower East Side - einem Teil Manhattans und einst die größte jüdische Gemeinde der Welt.- auf. Bis zu ihrer ersten Ehe (1902 mit Bernard Glick) arbeitete sie als Stenografin. Aus dieser Ehe stammt die Tochter Abigail Marcia, die spätere Schriftstellerin Marcia Davenport.




Sie studiere drei Jahre Gesang bei Arturo Buzzi-Peccia, Jean de Reszke und Marcella Sembrich und debütierte 1909 an der Metropolitan Opera und galt damals als die berühmteste Opernsängerin. 1914 heiratete sie den Geiger Efrem Zimbalist. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Marie (* 1915) und Efrem jr. (* 1918) hervor. Ihre 1915 bei Victor verlegte Schallplatte "Carry Me Back to Old Virginny" war die erste Klassikschallplatte die über eine Million mal verkauft wurde. Sie engagierte sich auch bei der Gründung der amerikanischen Frauenbewegung.

Minstrel Shows. Mit Liedern wie diesen und der ständig wiederholten Idee, dass die Schwarzen gerne Sklaven sind, gab man mit Texten wie diesen den Weißen ein reines Gewissen und eine gute Ausrede, nicht über das Schicksal der Sklaven nachdenken zu müssen. Die meisten der Lieder wurden später zu sogenannten "Traditionals", also amerikanischen Volksliedern, manche gar zu Staatshymnen, wie "My old Kentucky Home" oder "Carry Me Back to Old Virginny".


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